Statement zur Konzertabsage MGLA

Nach kurzer Prüfung gibt für uns keine andere Alternative, als das Konzert mit den Bands MGLA und Deus Mortem abzusagen! 

In Anbetracht der Umstände und der Kurzfristigkeit hierzu erst mal folgendes - eine weitergehende Stellungnahme folgt noch:

- Wie wir leider erst gestern erfahren mußten, spielen Mitglieder der von der Hauptband gebuchten Supportband Deus Mortem auch bei der polnischen antisemitischen Neonaziband Infernal War, die wir in der Vergangenheit bereits abgelehnt bzw. ausgeladen haben, nachdem wir von deren widerlichen antisemitischen Äußerungen bzw. Haltung erfahren haben.

- Auch gegen die Hauptband MGLA bzw. einzelne ihrer Mitglieder werden entsprechende Vorwürfe erhoben, die wir allerdings bis jetzt nicht umfassend prüfen konnten. Das ist für uns aber gar nicht mehr so wesentlich, da hier nach unserer Ansicht bereits auch schon deutlich eine rote Line überschritten ist, in dem diese Antisemiten einlädt und mit auf die Bühne stellt. Auch zählt da für uns null die Aussage der Hauptband, sie seien ja „unpolitisch“ und für sie würde nur die Musik im Vordergrund stehen. Eine Haltung gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus darf doch bitte keine Sache der politischen Haltung, sondern muß ein Ausdruck der Menschlichkeit sein und es darf da null Toleranz oder Akzeptanz geben.

Wir als BACKSTAGE können trotz intensivster Bemühungen leider nicht immer alle Bands und vor allem Supportbands lückenlos überprüfen. Hier sind wir eben insbesondere auch auf die Hauptbands und Agenturen angewiesen, welche uns diese anbieten und diesen natürlich auch entsprechend näher stehen. Um so wichtiger ist da auch ein klares Zeichen zu setzen - nicht nur gegenüber KünstlerInnen, die ganz eindeutig antisemitisch agieren, sondern auch gegen die, welche dies „nur“ unkritisch hinnehmen. 

Auch müssen wir uns alle entschieden und solidarisch dagegen stemmen, dass Rechtsradikale immer stärker in diverse Musikszenen „einsickern“. - Dies alles soll und darf auf unseren Bühnen keinen Platz haben.

Wir hoffen sehr, dass auch andere VeranstalterInnen und Locations unserem Vorgehen folgen.

Wir wollen uns aber mit der Konzertabsage nicht begnügen, daher haben wir uns dazu entschlossen demgegenüber nun ganz spontan stattdessen am 1. Mai im freigewordenen BACKSTAGE-Werk ein Soli- und Benefizkonzert gegen Antisemitismus zu organisieren. 

Der sozialverträgliche Eintritt hierfür soll 5,- € kosten und ohne Abzug für mögliche Produktionskosten (die übernehmen wir) einem noch zu bestimmenden entsprechenden sozialen bzw. politischem Projekt zu Gute kommen.

Melden können sich hierzu EinzelkünstlerInnnen, Bands oder DJs aus allen musikalischen Genres genauso wie z.B. DichterInnen oder KabarettistInnen. 

Die teilnehmenden KünstlerInnen bekommen eine gute Verpflegung und die Gelegenheit, sich auf unserer größten und besten Bühne entsprechend darzustellen bzw. solidarisch und kreativ zu zeigen, dass München nicht grau oder gar braun, sondern bunt ist.

Wir hoffen auch sehr, dass uns das „Linke Bündnis gegen Antisemitismus“ bei dieser Veranstaltung/Aktion - genauso wie auch alle anderen demokratischen Kräfte aktiv unterstützen.

Für alle diese Veranstaltung betreffenden Anfragen haben wir eine eigene E-mail-Adresse eingerichtet:

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Die am 1. Mai anwesenden Gäste erhalten bei Vorzeigen Ihres VVK-Tickets für den „Bash Against Antisemitism“ freien Eintritt! Diese können dann bei den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgeben werden.

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